Wer in Istanbul lebt, weiß, wie anstrengend es sein kann. Denken Sie mal darüber nach: In Griechenland leben ca. 10,5 Millionen Menschen auf einer Fläche von 132.029 km², während allein in Istanbul 16 Millionen sogenannte „Istanbuler“ auf nur 5.220 km² wohnen! Das bedeutet, dass in einer Stadt, die nur 1/25 der Größe Griechenlands hat, 51 % mehr Menschen leben. Verrückt, oder?
Doch eine so große Bevölkerung bringt nicht unbedingt Vorteile mit sich – anders als Erdogan es sich vorstellt, der dafür plädiert, dass jede türkische Familie „mindestens“ drei Kinder haben sollte. Die Realität? Lange Schlangen an Supermarktkassen, endlose Wartezeiten in Behörden und ein tägliches Verkehrschaos.
Als 39-jähriger Istanbuler, der hier geboren und aufgewachsen ist, kann ich mit Sicherheit sagen: Wir brauchen zumindest am Wochenende einen Tapetenwechsel, um mal wieder richtig durchzuatmen. Meistens zieht es uns in nahegelegene Städte wie Tekirdağ, Kırklareli oder Sakarya, manchmal auch nach Çanakkale, obwohl das schon etwas weiter entfernt liegt. Wandern tut vielen gut.
Doch warum sollte man sich überhaupt Gedanken darüber machen, eine Alternative zum Wandern zu finden, wenn man sie doch direkt in der Stadt haben kann?

So romantisch im Regen, nicht wahr? Besonders beeindruckt mich die Rücksichtnahme auf Menschen mit Behinderung (dank der taktilen Bodenmarkierungen), die an diesem „Erlebnis“ teilhaben können.
Das hier ist eine Szene aus einer Straße, die ich täglich befahre. Fortsetzung folgt.
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